Nachhaltige Neuausrichtung mit Circular Economy

Es sind vier unbequeme Wahrheiten, die die Auseinandersetzung mit den globalen Herausforderungen so schwierig macht (Bettzüge & Schneidewind, 2012)

(1) Die Erde ist tatsächlich begrenzt.

(2) Mit Blick auf den Klimawandel gibt es mehr verfügbare Rohstoffe, als uns lieb sein kann.

(3) Technologische Effizienzsteigerung allein bringt keine Rettung.

(4) Eine absolute Entkoppelung der planetaren Belastungen von unserer wirtschaftlichen Entwicklung kann der Menschheit nur in globaler Kooperation gelingen.

Der Mensch ist zu einem zentralen Einflussfaktor auf relevante geoökologische Prozesse geworden, Paul Crutzen prägte den Begriff Anthropozän. Wird es der Menschheit gelingen, mit den von ihr beeinflussten fragilen geoökologischen Prozessen im Sinne einer Verantwortung für zukünftige Generationen und einer Wertschätzung unserer Erde angemessen umzugehen? Ziel muss eine fast völlige Dekarbonisierung der Wertschöpfung sowie eine radikal ressourcenleichtere Wirtschaftsweise sein. Das "goldene Dreieck" der Nachhaltigkeit aus Suffizienz (gutes Leben einfacher), Effizienz (Ressourcennutzung) und Konsistenz (Circular Economy)spielt hier eine wichtige Rolle.  

"Doppelte Entkopplung" ist ein Schlüsselkonzept der Nachhaltigkeitsdebatte. Es sensibilisiert dafür, das Nachhaltige Entwicklung nur als Kombination aus technologischen Effizienzsteigerungen und neuen Wohlstandsmodellen sowie Konsumstilen möglich sein wird. Auf der Suche nach Wegen zu einer doppelten Entkopplung braucht es ein neues Wohlstandsverständnis, einen Great Mindshift.Mit welchen Konzepten kann eine nachhaltige Neuausrichtung gelingen?

Kate Raworth fordert eine "Donut-Ökonomie": Künftiger globaler Wohlstand muss sich zwischen zwei Polen orientieren. Er muss sich sozusagen im Ring des Donuts bewegen, d.h. zum einen die grundlegenden Bedürfnisse von Menschen (Nahrung, Wohnen, Gesundheit, Bildung, Vernetzung, Entwicklung) weltweit gewährleisten, zum anderen darauf zu achten, dass die Befriedigung dieser Bedürfnisse die planetaren Grenzen unseres Globus nicht überschreitet (Klimawandel, Versauerung der Meere, Süßwasserverknappung, Verlust Artenvielfalt usw.).

Zukunftskunst erfordert einen Perspektivwechsel: Die Transformation ist von der kulturellen und nicht von der technologischen Veränderung her zu denken. Wolfgang Sachs formulierte seine "vier E´s" eines guten Lebens:

In zeitlicher Dimension: Entschleunigung im Sinne eines langsamer und verlässiger.

Im Raum: Entflechtung im Sinne eines regionaler und übersichtlicher.

Bezogen auf die Dinge: Entrümpelung im Sinne eines vereinfacht, übersichtllicher und weniger

Bezogen auf die Wirtschaft: Entkommerzialisierung im Sinne von dem Markt entzogen und selbstgemacht. Damit auf die Entwicklung eigener Fähigkeiten seztend. 

Für eine Gesellschaft mti einem weiterentwickelten Wohlstandsverständnis sind innovative Unternehmen wichtig, die diese Rahmenbedingungen als Chance nutzen.

Empathie-Concept unterstützt hierbei mit Coaching, Wissen und Werkzeugen.